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Stellungnahme zu Tierversuchen
Wir lehnen Tierversuche aus ethischen
Gründen
ab
Tiere haben grundsätzlich Recht auf artgemäßes
Leben und Unversehrtheit, welches geachtet werden muss. Es sind
fühlende Kreaturen, die wie Menschen Freude, Trauer und Schmerz
empfinden. Wehrlose Tiere als Testobjekte zum angeblichen "Wohle
des
Menschen" zu verwenden und sie dabei systematisch zu quälen,
ist unmoralisch und einer fortschrittlichen, humanen Gesellschaft
nicht würdig.
Wir lehnen Tierversuche aus medizinischen Gründen
ab
Krankheits-Symptome werden künstlich bei gesunden Versuchstieren
erzeugt, um chemisch-synthetische Substanzen zu entwickeln, welche
diese Symptome dann unterdrücken sollen. Ein Symptom ist
immer Ausdruck einer Krankheit, aber niemals die Ursache einer
solchen.
Symptome zu unterdrücken heilt nicht die Krankheit. Ausgeblendet
wird in dieser wissenschaftlichen Denkweise die Individualität
des Menschen mit all seinen geistigen, seelischen und sozialen
Bereichen, welche für alle physiologischen und pathologischen
Vorgänge im Körper von ausschlaggebender Bedeutung sind. „Geistigkeit
als Grundlage der Materie zu ignorieren ist in seiner Unlogik
eben annähernd
gleichzusetzen mit der Verneinung der Gedanken, Ideen und Zielsetzungen
eines Planers, Statikers und Architekten beim Hausbau.“
(Dr. Werner Hartinger)
Wir lehnen Tierversuche aus wissenschaftlichen Gründen
ab
Die voraussichtliche Wirksamkeit und Unschädlichkeit von
Arzneimitteln beim Menschen lässt sich im Tierversuch nicht
feststellen. Menschen und Tiere reagieren je nach Tierart auf
die gleiche Substanz oft völlig unterschiedlich. Ob ein Versuchsergebnis
auf den Menschen übertragbar ist, bleibt solange unbekannt,
bis der Versuch am Menschen wiederholt wurde. Auf Tierversuche
müssen - das
ist gesetzlich vorgeschrieben - Menschenversuche folgen
(„Klinische Erprobung“, „Doppelblindversuch“)
Ein im Tierversuch gewonnenes Ergebnis sagt nichts anderes aus,
als dass ein Tier unter den gegebenen Bedingungen eine bestimmte
Reaktion oder Funktionsänderung seines Organes erleidet,
bzw. diesen oder jenen operativen Eingriff gut oder schlecht vertragen
hat. Jede darüberhinausgehende Ergebnisübertragung auf
den Mensch
ist Spekulation. „Von Seiten der Wissenschaft werden Tierexperimente
mit der Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit von Mensch und Tier
begründet, die grausamen Handlungen an den Mitgeschöpfen
dagegen werden mit der Verschiedenheit von beiden und der nicht
zutreffenden geringeren Schmerzempfindlichkeit des Tieres zu rechtfertigen
versucht. Entweder unterscheiden sich Mensch und Tier so erheblich,
dass die Experimente keine oder nur eine ungenügende Aussage
für uns haben, oder die Tiere
sind uns so ähnlich, dass sich die grausamen und tödlichen
Versuche von selbst verbieten.“
(Aus dem Buch „Victims of science” von Prof. Dr. Ryder).
Wir setzen uns für die Durchsetzung der In-vitro
( im Reagenzglas)
Methodik und andere tierversuchsfreie Forschungsmethoden ein
Viele Eigenschaften wie Giftigkeit, krebsauslösende, erbgutverändernde,
fruchtwasserschädigende und wachstumshemmende Wirkungen von
unterschiedlichen Substanzen lassen sich im Reagenzglas untersuchen.
Wirkung von neuen und alten Medikamenten können in-vitro
im Detail beobachtet werden. Viele neue Wege mit wissenschaftlichen
Forschungsmethoden, die im Gegensatz zum Tierversuch für
den Menschen wirklich relevante Ergebnisse brachten, wurden in
den letzten Jahren beschritten.
Während in die Tierversuchsforschung jährlich öffentliche
Gelder in Höhe von Hunderten Millionen EURO fließen,
fördert die Bundesregierung im gleichen Zeitraum die tierversuchsfreie
Forschung nur mit einem Bruchteil dieser Summe. Das muss sich ändern!
„Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen
lediglich aufhören,
Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.“
(Helmut Kaplan, *1952, dt. Philosoph)
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